Satzung von Cholita e.V.

§ 1 Name, Sitz, Rechtsstellung, Geschäftsjahr
Der Verein führt den Namen "Cholita e.V.". Sitz des Vereins ist Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach erfolgter Eintragung führt der Verein den Zusatz "e.V.". Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr. Das erste Rumpfgeschäftsjahr endet am 31. Dezember 2007.

§ 2 Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist die Durchführung und Förderung von Bildungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Frauen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Bolivien und Peru.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch folgende Maßnahmen:

Durch Unterstützung der Schul- und Berufsausbildung für Kinder, Jugendliche und Frauen in Bolivien und Peru, u.a. durch den Kauf von Schulmaterial vor Ort, durch die Einrichtung von Schulpatenschaften, durch finanzielle Unterstützung von Studenten, durch Geld- und/ oder Sachspenden an lokale Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten;

Durch materielle Unterstützung von Frauen und ihren Familien; u.a. durch die Bildung von sogenannten Mütter-Clubs (spanisch: ´Club de Madres`) in Bolivien und Peru;

Durch eine enge Zusammenarbeit mit Organisationen in Bolivien und Deutschland, die einen gleichen oder ähnlichen Zweck verfolgen;

Durch Unterstützung von kulturellen Veranstaltungen in Bolivien und Deutschland, die sich u.a. mit Bildungsmaßnahmen in Bolivien auseinandersetzen;

Durch geeignete Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit;

Durch Unterstützung von Personen, die wesentlich zur Fortführung der Projekte beitragen.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Der Verein enthält sich jeder auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichteten Tätigkeit. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins und etwaige Überschüsse dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins, das gilt auch für den Fall des Ausscheidens.

Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig. Ein Ersatz angemessener Ausgaben erfolgt auf schriftlichen Antrag und nach Genehmigung des Vorstandes.

§ 4 Begünstigungsverbot

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 5 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede auf schriftlichen Antrag zum Beitritt natürliche Person und jede juristische Person des privaten oder öffentlichen Rechts werden.

Über den schriftlichen Antrag zum Beitritt entscheidet der Vorstand oder die vom Vorstand berufene Geschäftsführung. Gegen die Ablehnung der Aufnahme kann die nächste ordentliche Mitgliederversammlung angerufen werden. Die Mitgliedschaft wird erworben durch Aushändigung einer Mitgliedskarte.

Die Mitgliedschaft endet

mit dem Tod des Mitglieds,

durch schriftliche Austrittserklärung, gerichtet an ein Vorstandsmitglied; sie ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zulässig.

durch Ausschluss aus dem Verein.

Ein Mitglied, das in erheblichem Maß gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat, kann durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor dem Ausschluss ist das betroffene Mitglied persönlich oder schriftlich zu hören. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied mit Einschreiben gegen Rückschein zuzustellen. Es kann innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang schriftlich Berufung beim Vorstand einlegen. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung. Macht das Mitglied vom Recht der Berufung innerhalb der Frist keinen Gebrauch, unterwirft es sich dem Ausschließungsbeschluss.

§ 6 Organe des Vereins
Die Organe des Vereins sind:

Die Mitgliederversammlung.

Der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

Die Gesamtheit der Mitglieder des Vereins bildet die Mitgliederversammlung. Sie wird vom Vorstand mindestens einmal im Jahr einberufen. Sie ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß mit einer Frist von einem Monat unter Bekanntgabe der Tagesordnung eingeladen wurde und mindestens ein Viertel der Mitglieder anwesend sind. Sofern die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig sein sollte, ist eine neue Mitgliederversammlung mit denselben Tagesordnungspunkten binnen 3 Monaten einzuberufen, die dann in jedem Falle beschlussfähig ist, ohne dass hierauf in der Einladung gesondert hingewiesen werden müsste. Ergänzungsanträge zur Tagesordnung müssen spätestens zwei Wochen vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand eingereicht werden. Die Mitgliederversammlung ist ferner einzuberufen, wenn mindestens ¼ der Mitglieder dies unter Angabe der zu behandelnden Punkte gegenüber dem Vorstand beantragen.

Jedes Mitglied hat mit Ausnahme der Fördermitglieder eine Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.

Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, soweit das Gesetz oder diese Satzung nichts anderes bestimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt, Stimmenthaltungen werden nicht berücksichtigt. Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen, es sei denn, ein Mitglied beantragt geheime Abstimmung. Die Sitzungsleitung obliegt dem 1. Vorsitzenden; bei seiner Verhinderung dem 2. Vorsitzenden.

Die Mitgliederversammlung entscheidet über die ihr durch Gesetz oder diese Satzung zugewiesenen Angelegenheiten, in allen Grundsatzfragen und insbesondere über

die Wahl des Vorstandes,

Satzungsänderungen,

die Entlastung des Vorstandes

die Abberufung von Vorständen aus wichtigem Grund

die Wahl der Kassenprüfer

die Höhe des Jahresbeitrages

den Haushaltsplan

die Auflösung des Vereins

Der Vorstand kann die Mitgliederversammlung über alle Fragen den Verein betreffend beschließen lassen und dazu jederzeit unter Beachtung der Form- und Fristvorschriften (Abs. 1) auch außerordentliche Versammlungen einberufen.

Über jede Mitgliederversammlung ist ein Beschlussprotokoll zu verfassen, das vom Sitzungsleiter und dem Protokollführer zu unterschreiben ist.

§ 8 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, die die Mitgliederversammlung jeweils auf drei Jahre wählt.

Jedes einzelne Vorstandsmitglied ist alleine gerichtlich und außergerichtlich vertretungsberechtigt.

Die Wahl zum Vorstand erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf der Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihre Amtstätigkeit aufnehmen können.

Eine frühere Abberufung aller oder eines Einzelnen durch die Mitgliederversammlung gewählten Vorstandes durch die Mitgliederversammlung ist mit ⅔ der abgegebenen Stimmen möglich.

Dem Vorstand obliegt die Leitung und Vertretung des Vereins, die laufende Führung der Geschäfte, sowie die Entscheidung in allen Fragen, die nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Der Vorstand kann über die Einrichtung eines Beirates beschließen und geeignete Personen in einen solchen Beirat berufen. Darüber hinaus kann der Vorstand sich für die Erledigung der laufenden Geschäfte eines Geschäftsführers im Anstellungsverhältnis bedienen und diesem weitestgehende Vollmachten, insbesondere auch über die Konten einräumen. Er selbst kann sich auf die wesentlichen Kontrolltätigkeiten beschränken.

Die Haftung des Vorstandes für einfache Fahrlässigkeit wird ausgeschlossen.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, soweit das Gesetz oder diese Satzung nichts anderes bestimmen.

Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Finanzbehörden und Gericht aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen.

§ 9 Mitgliedsbeiträge
Die Mitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge und jeweils am Anfang jedes Jahres im Voraus fällig. Über die Höhe des Jahresbeitrags entscheidet die Mitgliederversammlung. Sie kann den Beitrag für Schüler und Studenten bis zu 50% ermäßigen.

§ 10 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, in der mindestens 2/3 der Mitglieder anwesend sind. Zur Gültigkeit des Beschlusses ist eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich.

Ist die erste Versammlung nicht beschlussfähig, so ist unverzüglich eine weitere Versammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Die Ladungsfrist für diese zweite Versammlung beträgt zwei Wochen.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Kinderschutzbund Dortmund, der es unmittelbar und ausschließlich zu gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken zu verwenden hat.